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5.9.2010

Service

Chartern, was man wissen sollte!

Für die meisten Segler sind große Yachten als Eigentum unerschwinglich. Auch die Kosten des Unterhalts muss man sich leisten können. Sehr zum Ärger der arrivierten Yachtbesitzer gibt es seit den 60er Jahren eine stetig wachsende Flotte von Yachten die gemietet werden können. Das Angebot ist schier unermeßlich und jährlich kommen neue Anbieter und Boote hinzu. Yachtcharter ist die Möglichkeit seinen Traum vom Yachtsegeln zu verwirklichen.

Planen Sie Ihren Törn sorgfältig.

Überlegen Sie welches Revier sie besegeln wollen. Überprüfen Sie ob Sie als Skipper ausreichend Infos über das Revier haben. Prüfen Sie ob Ihre Führerscheine und Zeugnisse für das Revier  Gültigkeit haben.

Es empfiehlt sich auch zu klären welche seglerischen Fähigkeiten ihre Crewmitglieder haben. Suchen Sie das Revier so aus, dass auch wenn Sie als Skipper mal ausfallen, die Crew das Schiff noch bewegen kann. Unerfahrene Crews sollten kurze Schläge von weniger als 25 sm pro Tag planen und in solcher Konstellation Nachfahrten vermeiden.

Für den Charterkunden fängt der Törn bzw. seine Vorbereitung mit der ersten Kontaktaufnahme mit dem Vermieter an. Doch worauf sollte man achten.

Einen guten Vercharterer erkennt man daran, dass er sich Zeit für die lässt und nicht sofort beim ersten Kontakt auf einen Abschluss drängt. 6 Punkte die man hierbei beachten sollte:

  • Gute Beratung beinhaltet Aufklärung über das Revier, über Besonderheiten der angeboten Schiffe, Richtlinien im jewiligen Land und die Aufklärung über notwendige Voraussetzungen in erinem Revier zu segeln. Wenn eine Firma Sie nur in ein bestimmtes Revier drängen möchte ist das kein gutes Zeichen.
  • Lassen Sie sich mehrere Angebote schicken, achten Sie darauf, dass der Yachttyp, das exakte Baujahr und ggf. der Schiffsname im Angebot vorhanden sind. Gute Anbieter senden Ihnen auch ein Bild oder einen Grundriss der Yacht sowie eine Ausstattungsliste mit. Im guten Angebot sind auch Nebenkosten z.B. für den Gummiflitscher( Beiboot) oder den Spinacker oder den Außenboarder vorhanden. Auch die Kosten der Endreinigung werden benannt und im guten Angebot beziffert.
  • Außerdem klärt ein guter Vercharter über die Kaution auf, manche bieten Versicherungen für die Kaution an. Das kann bei unerfahrenen Crews viel Ärger im Nachhienein verhindern.
  • Die AGB´s sind wie bei allen Rechtsgeschäften wirklich mal zu studieren, man leiht sich ein Fahrzeug, dass immerhin zwischen 100.000 und 1 Mio. €uro wert ist. Das sollte man genau wissen was man da vertraglich als Kunde zusichert. Die Abwicklung von Verfehlungen des Kunden oder des Vercharteres, z.B. Yacht kann nicht übergeben werden, Schäden am Schiff oder Defekte an der Ausrüstung sollten eindeutig geregelt sein.
  • Wenn Sie sich entschließen zu chartern, achten Sie darauf, dass Sie den Vertrag vor Zahlung der ersten Rate haben und einen Sicherungsschein vor der letzten Rate vom Charter bekommen haben. Der Sicherungsschein ist ein Dokument, dass die Bonität des Vercharterers durch einen Rückversicherer bestätigt.
  • Einen wirklich guten Vercharterer erkennt man daran, dass er einem unaufgefordert Infos über den Ausgangshafen, Transfer vom Flughafen und das Revier zur Verfügung stellt.

J.Puhlmann